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miércoles, 24 de mayo de 2017

Das schwierige Unterfangen, Mutter zu sein



Nein, ich bin keine perfekte Mutter. Ich bin nicht als Mutter geboren und habe so meine Schwierigkeiten, mich in dieser Rolle zurechtzufinden, obwohl es schon 17 Jahre her ist, dass ich diesen Titel erworben habe, doch immer wieder muss ich mir eingestehen, dass tief in mir, ein Krieg stattfindet zwischen dem, was sein sollte und dem, was es tatsächlich ist.

Wer einer Mutter Vorwürfe macht, sie erziehe ihre Kinder nicht richtig, hat entweder keine Kinder oder keine Erinnerungen. Mutter zu sein ist schwierig, mühsam und erschöpfend.
Nicht dass ich denke, es hätte keine positiven Aspekte. Im Gegenteil: Mutter zu sein ist gewiss eine schöne Sache, wenn Frau bereit ist, über ihre eigenen Grenzen zu gehen, sich in den Schatten des Alltags zu stellen. Doch nicht immer ist es eine schmerzfreie Angelegenheit, über den Zaun zu springen und es besteht durchhaus die Gefahr, sich dabei das Genick zu brechen oder sich ernsthaft zu verletzen. Das wäre, würden viele meinen, nicht weiter so schlimm, wenn dadurch das Wohl des Nachwuchses versichert ist. Und genau darum geht es: Bin ich bereit mich bedingungslos für das Wohlbefinden meine Kinder zu opfern? Wie weit geht die Pflicht, aufs eigene Wohlbefinden und Selbstverwirklichung zugunsten des eigenen Fleisch und Blutes zu verzichten?  
Und wehe Frau nicht mit einem „Bis zu Unendlichkeit und noch viel weiter“ antwortet! Dann, wird sie zweifellos als „Rabenmutter“, „egoistisch“ und schlechthin als „böse“ beschimpft.

Aber seien wir mal ehrlich: waren wir Mütter auch nicht einmal einfach nur Frauen? Menschen, die eigene Träume haben und von den Gezeiten des Lebens auch hin und her gezerrt werden? Individuen, die nicht vollkommen sind und das Recht haben Fehler zu machen und aus diesen zu lernen? Wenn doch, warum werden wir ständig unter die Lupe genommen, kritisiert, belehrt? Sind wir ja auch nicht nur Menschen, die auf dem Lebensweg stolpern, manchmal hinfallen und sich wieder aufrappeln?

Keiner hat mich beigebracht, eine Mutter zu sein. Ich gebe mir Mühe, aber sobald ich diesbezüglich festen Boden unter den Füssen spüre, wendet sich das Blatt erneut und das, was sich für ein zehnjähriges Kind als richtige Maßnahme erweist, verliert im Handumdrehen seine Wirkung und Frau muss sich wieder neue gerechte und kluge Strategien einfallen lassen und hoffen, ihren Nachwuchs und die Gesellschaft damit zufriedenzustellen.

Kinder sind ein Segen, aber sie sind auch nicht ohne, vor allem in einer Welt, die nicht sonderlich einfühlsam auf die Bedürfnisse der Frauen eingeht, die sie tagtäglich auf die Probe stellt und sie leichtsinnig beurteilt, die sie voller Skepsis anguckt, wenn im Lebenslauf eine lange Arbeitspause wie eine Fleischwunde klafft. Nein es ist keine leichte Aufgabe, den Schein der Perfektion zu bewahren, wo wir Menschen von Natur aus, imperfekt sind.


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